
Rede unserer Fraktionsvorsitzenden und B-Kandidatin für den Landtag, Jana Dreyer, zum Thema „Demokratie braucht Zusammenhalt“ bei der Kundgebung des Bündnissess für Demokratie und Zivilcourage Speyer am Samstag, 14. März 2026.
„Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Demokratinnen und Demokraten,
wir stehen heute hier zusammen. Menschen mit ganz unterschiedlichen
politischen Überzeugungen, unterschiedlichen Lebensgeschichten,
unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie unsere Gesellschaft gestaltet werden
sollte – vielfältig und doch vereint in der Sache.
Und ja – es gehört zur Wahrheit dazu:
Gerade wir Politikerinnen sind uns oft nicht einig. Wir streiten. Wir diskutieren leidenschaftlich. Wir vertreten unterschiedliche Werte, Prioritäten und Lösungsansätze. Manchmal kann das anstrengend sein. Manchmal sogar nervig. Aber genau das ist Demokratie. Demokratie bedeutet nicht Gleichklang. Demokratie bedeutet Vielfalt. Demokratie bedeutet Widerspruch, Debatte und das Ringen um die besten Lösungen.
Doch bei all unseren Unterschieden gibt es etwas, das uns verbindet. Etwas, das stärker ist als jede parteipolitische Differenz. Wir alle stehen uneingeschränkt auf dem Fundament unserer Demokratie. Wir stehen zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wir wollen sie schützen. Wir wollen sie bewahren. Und wir wollen, dass sie auch in Zukunft unser Zusammenleben sichert.
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen uns und denen, die diese Demokratie verachten. Zwischen uns und denen, die Menschen gegeneinander aufhetzen. Zwischen uns und denen, die Hass säen. Zwischen uns und denen, die wieder anfangen, Menschen nach Herkunft, Religion oder Lebensweise in „wertvoll“ und „wertlos“ einzuteilen. Nationalistisch-völkische Ideologien, Hass, Verächtlichmachung von Menschen – dafür darf es in unserer Gesellschaft null Toleranz geben. Nicht ein bisschen. Nicht manchmal. Nicht, wenn es gerade opportun erscheint. Niemals.
Denn wo Menschenwürde angegriffen wird, wo Demokratie verhöhnt wird, wo Faschismus wieder salonfähig gemacht werden soll – da beginnt unsere Verantwortung. Und deshalb sage ich auch ganz klar: Vor uns Demokratinnen und Demokraten muss niemand Angst haben. Vor Menschen, die Freiheit verteidigen, muss niemand Angst haben. Vor Menschen, die für Menschenwürde einstehen, muss niemand Angst haben.
Diejenigen, die Hass verbreiten, die unsere Demokratie angreifen, die wieder anfangen von „Volksgemeinschaft“ zu träumen – Auch die müssen sich nicht fürchten – denn das ist die wahre Größe von uns Demokratinnen.
Aber ihr sollt wissen:
Wir sehen euch.
Wir erkennen euch.
Und wir werden euch entgegentreten.
Entschlossen.
Klar.
Furchtlos.
Und ohne einen einzigen Schritt zurück.
Ich wünsche mir eine Welt – und ja, ich kämpfe dafür mit ganzem Herzen –
eine Welt, in der unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung das
Zusammenleben aller Menschen schützt.
Eine Welt, in der niemand Angst haben muss, weil er anders aussieht, anders
liebt oder anders glaubt.
Eine Welt, in der Menschenwürde nicht verhandelbar ist.
Und deshalb werde ich nie müde werden,
Faschisten und Antidemokratinnen als das zu benennen, was sie sind.
Ich werde ihnen widersprechen.
Ich werde ihnen entgegenstehen.
Das bin ich unserer Vergangenheit schuldig.
Das bin ich unserer Zukunft schuldig.
Und das bin ich all denjenigen schuldig, die aus Angst vor Konsequenzen ihre
Stimme nicht erheben können.
Was wir jetzt brauchen, ist Klarheit.
Null Toleranz gegenüber Hass.
Null Akzeptanz für Antidemokraten.
Null Platz für Faschismus.
Und deshalb stehen wir – IHR – alle heute hier.
Mit all unseren Unterschieden.
Mit all unseren liebenswerten Eigenheiten.
Und ja – manchmal auch mit unseren nervigen politischen Differenzen.
Aber vereint in der Sache.
Vereint für Freiheit.
Vereint für Menschenwürde.
Vereint für Liebe
Vereint für Demokratie.
Lasst uns zusammenstehen.
Lasst uns laut bleiben.
Lasst uns sichtbar bleiben.
Für Freiheit, für Liebe, für Demokratie.
Vielen Dank.“