Landtagswahl 2021: Nachhaltige Mobilität

Speyer braucht mehr Mobilität im Nahverkehr bei immer weniger Autos. Nur so gewinnen wir Lebensqualität zurück für die Menschen. Schnell getaktete Busse, die alle Stadtteile miteinander verbinden, sichere und bequeme Fuß- und Radwege, Grünflächen und Treffpunkte erhöhen die Lebensqualität und senken den Bedarf für zu viele, kaum genutzte Autos. Gleichzeitig dankt es uns die Natur durch bessere Luft und besseres Klima, auch im Sommer.

  • ANNE SPIEGEL: „Wir GRÜNE stehen für eine andere Mobilität, die zunehmend klimaneutral ist, die sich vom Verbrennungsmotor abwendet hin zu Vorfahrt für Züge, Busse, Straßenbahnen, Fahrräder, E-Bikes, und Fußgänger*innen.“

Dabei ist uns klar, der Nahverkehr muss für alle Menschen leicht zugänglich sein: Rad- und Fußwege müssen gut und sicher sein. Im ÖPNV soll der Ticketkauf so einfach sein wie der Griff nach dem Autoschlüssel, der Zugang zu Bahnhöfen, Haltestellen und Fahrzeugen nicht aufwendiger als in das eigene Auto zu steigen. Wir brauchen Barrierefreiheit – vom Ticketkauf bis zur Fahrt.

Zur Erreichung unser Ziele für eine Verkehrswende haben wir auf kommunaler Ebene bereits 2019 eine Kooperationsvereinbarung mit unseren Partner*innen geschlossen, und darin detailliert eine Vielzahl von Maßnahmen für die kommenden Jahre vereinbart. Viele davon warten schon auf die Umsetzung durch die Stadtverwaltung. Über den Stadtrat hinaus arbeitet unsere AG Verkehr mit engagierten Bürger*innen der Stadt und Region zusammen und treibt die Verkehrswende voran.

Die AG hat in diesem Video ihre ersten Ideen für die Mobilitätswende festgehalten:


 

Verkehrswende mit Weitsicht heißt, dass anstehende Entscheidungen vorsorgend und mit Mut getroffen werden. Das heißt, dass wir attraktive Alternativen zum individuellen Verbrenner schaffen müssen, bevor wir unsere Städte begrünen und für die Menschen attraktiver gestalten können. Dies zu tun gilt es schon in diesem Jahr, denn wir von B90 / DIE GRÜNEN sitzen mit am Tisch, wenn durch die Neuvergabe des ÖPNV-Vertrages oder die Neugestaltung des Speyerer Postplatzes entscheidende Weichen für eine zukunftsfähige Mobilität gestellt werden.


Darüber hinaus streben wir auf Landesebene die folgenden Ziele an, wie wir sie auch in unserem kürzlich beschlossenen Landtagswahl-Programm festgehalten haben.

Garantiert mobil

Damit Mobilität auch in Speyer und Umland mit Dudenhofen, Römerberg, Schifferstadt und Otterstadt gut funktioniert, führen wir die Mobilitätsgarantie für Rheinland-Pfalz ein. Das bedeutet, dass ein Mindestangebots für den Nahverkehr – auch am Wochenende – dafür sorgt, dass dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Daseinsvorsorge auch im ländlichen Raum Rechnung getragen wird. Wir begrüßen es, dass der ÖPNV auf Bestreben der GRÜNEN zur kommunalen Pflichtaufgabe erklärt wurde.

  • ANNE SPIEGEL: „Wir wollen mehr ÖPNV im Land, das Ausbautempo für Radwege verdoppeln und ein 365 Euro Ticket – so sieht grüne Mobilität der Zukunft aus.“

Gut getaktet durch das ganze Land

1.000-mal um den Globus: So viele Zugkilometer kommen jährlich in Rheinland-Pfalz zusammen. Gelungen ist dies durch den weiteren Ausbau des Rheinland-Pfalz-Taktes mit uns GRÜNEN. Wir haben den Busverkehr zunächst im Norden des Landes mit ÖPNV-Konzepten erweitert, schrittweise werden sie nun auch in den anderen Verbünden eingeführt. Das heißt: Taktverkehr im Bussystem, Bedienung an allen Wochentagen, Anbindung kleinerer Orte, verknüpfte Reiseketten und eine bessere Anbindung an die Schiene. Angebot schafft Nachfrage. Wir wollen den Nahverkehr soweit stärken, dass sein Anteil im Verkehrsaufkommen von aktuell 8 Prozent auf deutlich über 20 Prozent im Jahr 2030 steigt. Das bedeutet: mehr investieren, mehr Planungskapazitäten schaffen und mehr Menschen von den Vorteilen von Zug und Bus überzeugen.

Barrierefreiheit im Nahverkehr und im öffentlichen Raum

Barrierefreiheit ist wichtig für viele Menschen und existenziell für einige von uns. Uns GRÜNEN ist es wichtig, niemanden zurückzulassen. Der Nahverkehrsplan für Speyer soll die Umsetzung eines flächendeckend barrierefreien Nahverkehrs verbindlich und mit Fristen zur Umsetzung der Barrierefreiheit unter Beteiligung der Beiräte, Beauftragten und Verbände der Menschen mit Behinderungen regeln.

Ein Ticket für alles – Schluss mit dem Fahrkartendschungel

Wir führen ein Ticket für den Speyerer Nahverkehr ein, damit Mobilität nicht am Geldbeutel scheitert: das 365-Euro-Ticket für Schüler*innen, Auszubildende, Bufdis und FSJler sowie das Sozialticket für Menschen mit geringem Einkommen. Als nächsten Schritt wollen wir über diesen Personenkreis hinaus für alle ein landesweites Ticket anbieten.

Klimaneutral unterwegs – Rückenwind fürs Rad

Neben der Verbesserung der Infrastruktur setzen wir uns die klimaneutrale Mobilität bis 2035 als Ziel. Wir brauchen bessere Luft vor Ort in Speyer und dem Speyerer Umland und eine Reduktion der Emissionen weltweit. Hierbei hilft der Ausbau von E-Mobilität auf Straße und Schiene. Wir wollen einen zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur erreichen, der den steigenden Bedarf an Ladestationen deckt. Überall im Land sollen im Radius von zehn Kilometern Ladesäulen erreichbar sein. Wir wollen Ladesäulen für Anwohnende an öffentlichen Parkplätzen, damit E-Mobilität auch für Mietende problemlos nutzbar ist.

Bis zum Jahr 2025 sollen 70 Prozent aller genutzten Schienenwege elektrifiziert sein. Kombinierte Mobilitätsstationen zum Aufladen des eigenen Fahrzeugs und Umsteigen in den ÖPNV, ein flächendeckendes Sicherheitsladenetz und die Förderung von E-Lastenrädern ergänzen das Angebot sinnvoll.

Viele Menschen setzen bereits heute für ihre täglichen Wege auf das Rad. Diese Entscheidung ist gut für uns alle und soll daher unterstützt werden, mit Fahrradparkhäusern, Job-Rad-Angeboten und funktionalen Radwegeverbindungen zwischen Speyer und den umliegenden Gemeinden. Wir wollen das Tempo beim Um-, Aus- und Neubau von Radwegen mindestens verdoppeln und darüber hinaus die Geldmittel deutlich erhöhen. Auf Landesebene wollen wir die Stelle einer*s Radverkehrsbeauftragten zur Beratung der Kommunen über Fördermöglichkeiten schaffen, eine landesweite Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen ins Leben rufen sowie Radverkehrskonzepte beratend und finanziell fördern. Beim Landesbetrieb für Mobilität wollen wir das Personal für Planung und Bau von Radwegen deutlich stärken.

Wenn du dich für Mobilitätsthemen mit uns einbringen möchtest, kontaktiere uns einfach:

AG Verkehr

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